Die Ziele und Durchführung unserer therapeutischen Arbeit stehen bei uns unter folgenden Maximen:
Wir arbeiten in meiner Praxis nach einem bekannten und evaluierten Konzept.
Dadurch wird unsere Arbeit als Therapeuten sowohl für den Patienten als auch für den Arzt messbar und überprüfbar.
Das verwendete Modell stammt aus Kanada und ermöglicht es uns Ergotherapeuten mit Hilfe eines halbstrukturierten Interviews und einer Bewertungsskala mit den Patienten, Angehörigen konkrete und operationalisierbare Therapieziele zu vereinbaren.
So können dann die Therapierfolge für alle sichtbar und valide dargestellt werden.
Damit werden die Therapieziele nicht wie früher üblich durch Behandlungskonzepte wie Bobath, SI vorgegeben, sondern so formuliert, dass die Ziele patientenspezifisch sind und alle Beteiligten sie auch verstehen.
Somit ist der gesamte ergotherapeutische Prozess in unserer Praxis strukturiert ohne dabei an Individualität zu verlieren.
Die ergotherapeutischen Angebote sollen für den Patienten eine bedeutungsvolle Betätigung beinhalten, um seine natürlichen Recssourcen und Zielorientierung zu stärken.
Die Eigenverantwortung zu fördern ist für uns sehr wichtig, da nur so nachhaltige Therapierfolge gesichert werden können.
Durch Fortbildungen, durch eigenes Literaturstudium und durch den Austausch mit anderen Berufsgruppen erweitern wir ständig unser Wissen, damit wir Ihnen die bestmögliche Therapie bieten können.
Aufgrund der Beobachtungen und Testergebnisse analysieren wir das Betätigungsproblem in Bezug auf die individuelle Zielsetzung es Patienten/Klienten.
Dann stellen wir Hypothesen auf, um heraus zu finden, was Ihrem Betätigungsproblem zugrunde liegen könnte und überlegen genau, mit welchen Strategien es behoben werden kann.
Dafür nutzen wir unser Wissen aus Medizin, Soziologie, Psychologie sowie aus der ergotherapeutischen Wissenschaft, sowie unsere Kenntnisse über ergotherapeutische Modelle und Theorien und unsere Fertigkeiten über verschiedene Behandlungsmethoden.
Hinzu kommen unser Ideenreichtum, Problemlösestrategien, Ausdauer und vor allem auch der Austausch mit anderen Berufsgruppen. Wir erarbeiten uns anhand von Fortbildungen, Literatur und Fachzeitschriften ständig neues Wissen, um Sie bestmöglichst behandeln zu können. Eine betätigungsorientierte Behandlung, so wie wir sie in meiner Praxis durchführen, bedeutet:
Die als Behandlungsziel definierte Betätigung wird zum Gegenstand und Inhalt der Therapiestunden. Manchmal ist es notwendig, dafür einzelne Fertigkeiten zu erlernen oder Funktionen wiederherzustellen.
Bei der Wahl unserer Therapiemethoden stützen wir uns auf die von der WHO beim Entwickeln der ICF (International Classification of Functioning, Disability and Health) zugrunde gelegten Ideen.
Analog zu den Heilmittelrichtlinien können wir demnach auf drei Ebenen wie folgt mit unseren Patienten/Klienten arbeiten
Wiederherstellung/Erhalt der körperlichen, kognitiven und psychischen Grundfunktionen, z.B. Gelenkfunktion, Konzentration, Ausdauer.
Wiedererlangen/Erhalt der Handlungsfähigkeit im Alltag, z.B. Fertigkeiten wie Schreiben, Treppe gehen, eigenständig Einkaufen, eigenständig Hausaufgaben machen, Kontakt zu anderen Menschen halten.
Wiedereingliederung/Verbleib im relevanten psychosozialen Umfeld. z.B. nach längerer Krankheit an den Arbeitsplatz oder in die eigenen Wohnung zurückkehren können, sich in der Schulklasse integrieren können.
Absprechen zur Verordnung und der Informationsaustausch mit den Ärzten sind bei uns Grundlage der Behandlung und bedarf besonderer Sorgfalt.
Wir tauschen uns regelmäßig mit allen Berufsgruppen aus, die am Behandlungsprozess beteiligt sind und führen intensive Gespräche. Denn nach unserer Auffassung erzielen wir dann den besten Therapieerfolg für unseren Patienten.
Durch den Austausch können wir den Blickwinkel für das Problem erweitern und aber auch die Kenntnisse unserer Arbeit transportieren.
Neben der Ressourcenorientierung beim Patienten gilt es nach Maßgabe des Sozialgesetzbuches V die Therapie wirtschaftlich, zweckmäßig und ausreichend durchzuführen. Gegenüber den Krankenkassen sind wir verpflichtet zu einem sorgsamen Umgang innerhalb der gebotenen Verordnungsmenge.
Mit der Zulassung zu den Krankenkassen verpflichten wir uns, die aktuellen Rahmenverträge mit den Krankenkassen verantwortungsvoll zu erfüllen.
Entsprechend unserem humanistischen Menschenbild behandeln wir alle Patienten gleich ohne z.B. nach Hautfarbe, Nationalität oder Religion zu unterscheiden.