In der Handtherapie steht die Rehabilitation der Hände im Vordergrund, damit für den Patienten die bestmögliche Selbständigkeit und Handlungsfähigkeit für Beruf und Alltag erreicht wird.
Hände sind in ihrer Funktion und Wahrnehmungstätigkeit für unseren Alltag sehr bedeutsam. Durch die Zusammenarbeit der vorliegenden komplexen Strukturen entsteht eine einzigartige Funktionalität, die wir Tag für Tag unbewusst verwenden. Doch bereits kleinste Verletzungen können diese Funktionen und damit den Alltag und das Berufsleben einschränken.
Die Handtherapie umfasst die Rehabilitation von Patienten mit angeborenen, traumatischen und degenerativen Erkrankungen der oberen Extremität und deren Auswirkungen.
Zum Beispiel:
In der Handtherapie soll die erkrankte Hand zum automatisierten, koordinierten und zielgerichteten Gebrauch, also zur möglichst ursprünglichen Funktion, zurückgeführt werden.
Wir erarbeiten gemeinsam mit dem Patienten einen Behandlungsplan, der alltagsrelevante und individuell wichtige Therapieziele beinhaltet ( wie z.B. Schreiben eines Briefes, Selbstversorgung beim Essen,...) Im Blick auf die formulierten Behandlungsziele, ist der Erfolg der Handtherapie jederzeit messbar.
Nach der Funktionsanalyse können, abgestimmt auf die Problematik des Patienten, nachstehende Therapien erfolgen:
Ödemprophylaxe/reduzierung
Training der Fein- und Grobmotorik
Training der Koordination und der Geschicklichkeit
Kräftigung der Arm-, Hand- und Fingermuskulatur
Gebrauchsschulung
Narbenbehandlung
Behandlung mit Hilfe von handwerklichen Techniken (z.B. Peddigrohr, Ton, Speckstein etc.)
Körperpflege
An / Auskleiden
Essen / Trinken
Haushalts / Küchentraining
Schreibtraining
Sensibilitätstraining
Desensibilitätstraining
Statische Schienen
Statisch progressive Schienen
Dynamische Schienen
Einhänderhilfen
Schreibhilfen
Adaptation von Hilfsmitteln
Hilfen am Arbeitsplatz
Gelenkschutzregel werden vermittelt
Gelenkschonende Hilfsmittel können ausprobiert werden
Belastungserprobung
Dosierter Belastungsaufbau